Workshop mit Vertretern aus Unternehmen, Hochschulen und Organisationen in der IHK Köln.
Bereits zum siebten Mal veranstaltete die IHK Köln am 28. Oktober 2011 eine Informations- und Diskussionsrunde zum Thema Bachelor und Master. Es trafen sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Unternehmen, Hochschulen und Organisationen in den Räumlichkeiten der IHK Köln, um sich vor allem über die Erfahrungen mit Bachelorabsolventen auszutauschen.
82 % aller Studiengänge an deutschen Hochschulen sind bereits auf die neuen Studienabschlüsse umgestellt. Insgesamt machen die Absolventen der Bachelor- und Masterabschlüsse fast ein Drittel der Gesamtabsolventenzahl aus. Diese Zahl wird in den nächsten Jahren kontinuierlich steigen. Daher ist es für die Unternehmen von besonderer Bedeutung, sich mit dieser neuen Zielgruppe von Absolventen und ihren spezifischen Kompetenzen auseinanderzusetzen. Daher ist das Ziel der IHK Köln, den Unternehmen mit dem Bachelor-Master-Workshop eine Plattform zu bieten, für den Erfahrungsaustausch über Absolventinnen und Absolventen der neuen Studienabschlüsse.
Durch die Veranstaltung führte in diesem Jahr Frau Verena von Hugo vom Handelsblatt. Zu Beginn des Workshops wurden die Ergebnisse zweier Studien vorgestellt. Zum einen von Herrn Kevin Heidenreich vom DIHK („Erwartungen der Wirtschaft an Hochschulabsolventen“) und zum anderen von Herrn Prof. Dr. Matthias Klumpp von der Fachhochschule für Oekonomie & Management („Studie Berufswertigkeit konkret“). Im Anschluss daran berichtete Frau Mariana Malugani über ihre Tätigkeit am ITMK der FH Köln, einer Schnittstelle zwischen (Bachelor-)studierenden und der Wirtschaft. Auch in diesem Jahr gab es wieder zwei Best Practice Beispiele: Herr Michael Spohr von der Schenker Deutschland AG und Herr Frank Scholz von der HORBACH Wirtschaftsberatung GmbH.
Im Anschluss an die Vorträge hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, bei der Podiumsdiskussion Fragen zu stellen, Erfahrungen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Dabei kristallisierte sich vor allem heraus, dass der Bachelor auch von den Unternehmen als ein erster berufsqualifizierender Abschluss wahrgenommen wird. Auch wurde die Meinung vertreten, dass dem Bachelor ggf. erst nach einer Zeit der Berufspraxis ein Master folgen sollte. Die durch die wissenschaftliche Studie zur Berufswertigkeit belegte These, dass berufliche und akademische Bildungsabschlüsse gleichwertig, nicht jedoch gleichartig sind, wurde positiv gewürdigt.
Erfreulich war aus unserer Sicht, dass der Workshop von den Unternehmen aktiv für einen Erfahrungsaustausch über Bachelorabsolventen genutzt wurde. Dabei hat sich insgesamt gezeigt, dass es bei den Unternehmen prinzipiell eine hohe Zufriedenheit mit dem Bachelorabschluss gibt, jedoch auch an den Schwachpunkten - wie etwa einem zu geringen Praxisbezug - noch weiter gearbeitet werden muss.
Fotonachweis: DocRaBe_FotoliaErstellt am 04.11.2011