Der Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln (HAStK) hat viele Menschen weit über Köln hinaus berührt und schockiert. Doch nach dem ersten Schrecken kommt es in der nächsten Zeit darauf an, so viele der einmaligen Dokumente des Kölner Stadtarchivs zu retten wie irgend möglich.
Als befreundetes Kölner Archiv hat auch das RWWA unmittelbar nach dem Einsturz mit Material ausgeholfen, vor allem aber kollegiale, personelle Hilfe geleistet - gemeinsam mit vielen Kolleginnen und Kollegen aus dem Arbeitskreis der Kölner Archivarinnen und Archivare (AKA), die sich allesamt tatkräftig und solidarisch gezeigt haben und auch in Zukunft zeigen werden.
Unmittelbar nach dem Einsturz hat der Direktor des RWWA den Krisenstab bei der Koordination der Rettungsmaßnahmen für die Archivalien unterstützt und in den ersten zwei Wochen sämtliche Arbeiten mit organisiert. Er gehört - auch als einziges örtliches Vorstandsmitglied des Verbandes deutscher Archivarinnen und Archivare (VdA) - dem Archiv-Krisenstab an, in dem unter Leitung des Kulturdezernenten der Stadt Köln neben dem Land NRW, den beiden Landschaftsverbänden, der ARGE Stadtarchive beim Städtetag NRW auch die Leitung des HAStK und Restauratoren mitarbeiten. Zudem hat er in mehreren Berichten die nationale und internationale Archivwelt von dem Fortgang der Arbeiten unterrichtet. Sämtliche Mitarbeiter des RWWA haben mit Tatkraft nach kürzester Zeit bei der Einrichtung der ersten Vorsortierungsstelle geholfen. Das HAStK wurde zudem durch zwei Mitarbeiterinnen in den ersten Tagen bei der Organisation der Hilfsarbeiten unterstützt. Auch haben mehrere Mitarbeiter des RWWA zahlreiche Einsatzstunden bei der Reinigung, Sortierung und Aufbereitung des Archivgutes geleistet. Trotz der hohen Belastung haben die Mitarbeiter des RWWA den normalen eigenen Archivbetrieb aufrechterhalten.
Das RWWA sammelt weiterhin unter rwwa@koeln.ihk.de in Vertretung des VdA vor Ort die personellen Hilfsangebote von Archivaren aus ganz Deutschland und Europa. Die Hilfsbereitschaft der vergangenen Tage ist immens und stimmt sehr optimistisch, dass die Zahl der dringend benötigten, helfenden Hände auch in den nächsten Wochen groß sein wird.
Das Kölner Stadtarchiv ist am 3. März 2009 als Gebäude eingestürzt, aber die Institution lebt durch die Mitarbeiter, die geretteten Bestände und vor allem durch den Anspruch zur Sicherung der kommunalen Bestände, soweit sie nicht von den anderen Archiven der Kirchen, der Wirtschaft, der Hochschulen und der Medien sowie sonstiger Träger in Köln aufbewahrt und der Nutzung zur Verfügung gestellt werden.
Der Landschaftsverband Rheinland hat gemeinsam mit dem RWWA einen Hilfsfonds für die Restaurierung des Archivgutes ins Leben gerufen:
Kontonummer 33 98 49, Kreissparkasse Köln, BLZ 370 502 99 und
Kontonummer 19 20 19 20 18, Sparkasse KölnBonn, BLZ 370 501 98.
Kontoinhaber: Landschaftsverband Rheinland, Stichwort: Stadtarchiv Köln
Siehe auch die Gastbeiträge von Ulrich S. Soénius im Kölner Stadt-Anzeiger, 09.03.2009 und in Die Welt, 10.03.2009.
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